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NordWestBahn als einziges privates Bahnunternehmen ausgezeichnet: Ronald Kwapinski ist Eisenbahner mit Herz

03.04.2019
Ein echter Profi mit dem Herz am rechten Fleck: Kundenbetreuer Ronald Kwapinski von der NordWestBahn bekommt die Auszeichnung „Eisenbahner mit Herz“ in Bronze verliehen. Foto: NordWestBahn/Holger Jacoby
Ein echter Profi mit dem Herz am rechten Fleck: Kundenbetreuer Ronald Kwapinski von der NordWestBahn bekommt die Auszeichnung „Eisenbahner mit Herz“ in Bronze verliehen. Foto: NordWestBahn/Holger Jacoby

Alljährlich lobt die „Allianz pro Schiene“ den Wettbewerb „Eisenbahner mit Herz“ aus. Ronald Kwapinski ist Kundenbetreuer im Netz der Regio-S-Bahn Bremen/Niedersachsen (RSBN) und bekommt heute die Auszeichnung in Bronze verliehen. Die Jury würdigt den selbstlosen Einsatz des Servicemitarbeiters der NordWestBahn, der einem Jungen einen Fahrschein aus eigener Tasche bezahlt hat, weil dieser Portemonnaie und Monatskarte zu Hause vergessen hatte.

Bronze-Medaille für eine gekaufte Fahrkarte

„Damit hätte ich nicht gerechnet. Ich habe mich sehr gefreut, dass die Mutter die Situation so positiv aufgenommen und mich beim Wettbewerb Eisenbahner mit Herz vorgeschlagen hat“, sagt Ronald Kwapinski. Der Zug war gerade vom Hauptbahnhof in Bremen losgefahren. Der zehnjährige Dominik bemerkt, dass er seine Monatskarte vergessen hat. Geld hat er auch nicht dabei. Er geht auf den Kundenbetreuer zu und erzählt ihm alles. „Es ging nur um wenige Stationen“, erinnert sich Kwapinski. Von seinem eigenen Geld kauft er dem Jungen einen gültigen Fahrschein.

„Es ist auch in einem solchen Fall mit einem Kind alles andere als selbstverständlich, dass jemand sein eigenes Geld einsetzt, um helfen zu können“, lobt die Jury den Preisträger. Dem geht es aber vor allem um die Sache – eben ein echter Profi mit dem Herz am rechten Fleck, wenn er sagt: „Den Jungen ohne Fahrschein fahren zu lassen, kam für mich nicht in Frage. Das ist nicht erlaubt. Deswegen gibt es nur die Möglichkeit, entweder den Passagier aufzuschreiben oder ihm ein Ticket zu kaufen. Man muss auch den Frieden mit den anderen Fahrgästen wahren. Ich war froh, dass ich dem Jungen geholfen habe. Damit war die Sache für mich erledigt.“

Doch die Mutter des Jungen will die Sache nicht einfach auf sich beruhen lassen, denkt „Ehre, wem Ehre gebührt“ und schlägt Ronald Kwapinski beim Wettbewerb „Eisenbahner mit Herz“ vor. „Normalerweise hätte Dominik sofort auf der Strecke aussteigen müssen oder er hätte eine Strafe bekommen. Was macht der Schaffner? Er kauft Dominik von seinem eigenen Geld eine Fahrkarte und lässt ihn damit weiterfahren. So kam Dominik pünktlich zu Hause an. Sonst hätte ich mir um die Uhrzeit sicherlich Sorgen gemacht.“

Preisverleihung in Berlin

Bei der großen „Eisenbahner-mit Herz-Gala“ in Berlin bekommt Kwapinski heute den Preis in Bronze überreicht. Gold geht an die ICE-Zugchefin Mareen Harder. Die Mitarbeiterin der Deutschen Bahn überzeugte die Jury mit ihrem entschlossenen Einsatz für eine junge Reisende, die als Kind ihre Mutter beim Zugunglück in Eschede verloren hat. Silber erhält der DB-Zugbegleiter Alexander Pojonie, der jede Bahnfahrt zum Erlebnis macht.

Damit gehört Ronald Kwapinski von der NordWestBahn als einziger Mitarbeiter eines privaten Eisenbahnverkehrsunternehmens zu den ausgezeichneten Preisträgern. Darauf ist auch Dr. Rolf Erfurt, Vorsitzender der Geschäftsführung der NordWestBahn, stolz: „Über 650 Frauen und Männer sind auf unseren 20 Linien als Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuer für unsere Fahrgäste im Einsatz und machen täglich einen hervorragenden Job. Wir sind froh, dass wir Mitarbeiter wie Ronald Kwapinski haben, die mit Herz und Verstand Ihren Dienst leisten.“

Der Preisträger hat vor einigen Jahren als Quereinsteiger den Beruf des Kundenbetreuers bei der NordWestBahn gelernt - nach einer langen Karriere in der Maschinenbau-Branche. Als es in dem Bereich für ihn nicht mehr weiterging, stieß er 2007 auf eine Stellenanzeige der NordWestBahn. Dort gefällt es dem Bremer so gut, dass er als Rentner weitermacht. „Ich bin da reingewachsen“, sagt Kwapinski heute über sein zweites Berufsleben und will auch anderen Interessenten Mut machen, sich als Servicemitarbeiter zu bewerben. „Der Job macht viel Spaß. Ich liebe das Gespräch mit den Kunden, die Betreuung. Wer den Umgang mit Menschen mag, der sollte sich bewerben.“

Ronald Kwapinski ist indes nicht der erste NordWestBahner, der die Auszeichnung erhält. Jedes Jahr werden Mitarbeiter der NordWestBahn von zufriedenen Fahrgästen nominiert und gehören mitunter sogar zu den Gewinnern: 2014 bekam ein Kundenbetreuer der NordWestBahn die Goldmedaille, 2016 wurde ein Triebfahrzeugführer der NordWestBahn Landessieger in Nordrhein-Westfalen und im vergangenen Jahr gab es für einen Kundenbetreuer aus dem Weser-Ems-Netz ebenfalls die Bronze-Medaille.

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